Gebäudeversicherung

Die letzten Wochen und Monate haben es verdeutlicht: auch Deutschland bleibt nicht von Hochwasser verschont. Viele Städte und Dörfer wurden vollkommen überflutet, viele Betroffene stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Zurück bleibt neben der Wut eine Spur der Verwüstung. Wer nach einer solchen Katastrophe sein Hab und Gut wieder aufbauen will, benötigt Kapital. Geld, das in solchen Situationen vielfach nicht vorhanden ist. Andere wiederum trösten sich in der Hoffnung, dass die Schäden durch eine Versicherung entschädigt werden.

Dabei handelt es sich nicht nur um "einen" Schaden, es handelt sich um einen Schadensfall, herbeigeführt durch Hochwasser. Was die wenigsten jetzt wissen: Weder die klassische Hausrat noch eine Wohngebäudeversicherung decken solche Schäden ab. Schäden durch Unwetter oder Hochwasser werden hier nicht ersetzt. Man hat wieder einmal auf die falsche Versicherung gesetzt. Denn wer sich gegen Unwetter oder Hochwasser schützen will, der benötigt eine so genannte Elementarversicherung. Doch hierüber verfügen nur die wenigsten Haushalte. Ein solcher Elementarschutz als Zusatzversicherung ist insbesondere im Bereich der Gebäudeversicherung empfehlenswert.

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Dagegen ist eine Elementarschadenversicherung im Bereich der Hausratversicherung fast nie empfehlenswert. Der Grund: Bei Hochwasser kommt es mist zu einer Überflutung der Keller. Und dort werden fast nie wertvolle Gegenstände gelagert. Ausnahme: Ein hochwertiger Weinkeller.

Doch nicht nur Versicherungen sind wichtig, auch das richtige Verhalten bei einem Schaden ist oftmals ausschlaggebend, ob es zu einer schnellen und unbürokratischen Versicherungsleistung kommt.
Nur wenige sorgen für eine richtige Dokumentierung im Schadensfalle, es werden weder Fotos angefertigt noch erfolgt eine exakte Aufstellung aller beschädigten Gegenstände. In der Aufregung denken auch nur wenige daran, ihre Schadensmeldung per Einschreiben mit Rückschein an den Versicherer zu senden.

Noch fataler: Nach einer Überflutung wird sofort aufgeräumt. Stattdessen sollten sich die Betroffenen viel Zeit lassen und abwarten, bis ein Gutachter den Schaden besichtigt hat. Nur ein Gutachten bestätigt, auf welche Weise eine Immobilie wieder saniert werden kann. Zudem geht aus dem Gutachten der Versicherer hervor, welche Gegenstände beschädigt wurden bzw. in welchem Ausmaß die Substanz des Hauses durch das Hochwasser gelitten hat.
Wer über keine Versicherung verfügt bzw. wessen Versicherung nur einen Teil des Schadens bezahlt, der hat immerhin noch einen kleinen Trost: Er kann den Schaden (Kosten für Reparaturen, Wiederbeschaffung) bei seiner nächsten Einkommensteuer-Erklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen" geltend machen. Auf diese Weise erhält er wenigstens eine kleine Aufwandsentschädigung zurück.

Dieser Ratgeber soll Eigentümer, Bauherren und Mieter vor bösen Überraschungen schützen. Dabei haben wir die Inhalte in drei Themenbereiche aufgegliedert:

Die günstigste Gebäudeversicherung finden

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